Wir heißen Axel - Folge 243 // Abbiegeunfälle analysieren [SCHULDFRAGE] // Gespräche im Büro

IN DIESER FOLGE:

Abbiegeunfälle und zu unrecht verurteile Fahrer

Das Thema Abbiegeunfälle kommt in der Speditionswelt immer wieder hoch. Leider sind solche Unfälle meist von schweren Verletzungen oder gar von Toten begleitet.

Der Erste der bei einem solchen Unfall verurteilt wird, ist immer der Fahrer. Nicht nur juristisch, sondern auch in den Lokalnachrichten und in der Gesellschaft. Laut einem Artikel der Zeitschrift Fernfahrer soll die Aufklärung solche Fälle nun mit der neuen Methode Fotogrammetrie erfolgen. Dabei wird ein 3D-Modell der Unfallstelle erstellt und damit der Unfallhergang rekonstruiert.

Dem LKW-Fahrer immer vorgeworfen "er hätte den Fahrradfahrer sehen müssen", doch es ist längst bewiesen, dass das nicht immer möglich ist. Mit der Fotogrammetrie lässt sich das nun auch faktisch und vor Gericht wirksam belegen.

Bei einem konkreten Fall konnte so herausgefunden werden, dass der Fahrradfahrer erst in den LKW gefahren ist, als dieser schon weit abgebogen war. Somit trifft den LKW-Fahrer überhaupt keine Schuld.

Natürlich hätten wir es am liebsten, wenn es keine solche Unfälle mehr geben würde. Darum sind unsere neuen LKWs von Haus aus mit dem Abbiegeassistent ausgerüstet, ältere Modelle haben wir nachgerüstet. Der LKW-Fahrer soll damit entlastet werden und letztlich möglichst alle Unfälle vermieden werden. Doch manchmal hat es der LKW-Fahrer einfach nicht in der Hand und dafür möchten wir hiermit auch sensibilisieren.

Viel Spaß beim Anschauen!