Wir heißen Axel - Folge 248 // Versorgungskollaps durch künstliche Verknappung [Kartelle]

IN DIESER FOLGE:

Versorgungskollaps durch künstliche Verknappung [Kartelle]

Die Reder nahmen Anfang des ersten Lockdowns 2020 einige Schiffe außer Betrieb. Und das ist bis heute so geblieben. Vor der Krise hat die Seefracht von China nach Europa für ein 40 Fuß Container rund 1.400 Dollar gekostet. Heute sind wir für die gleiche Leitung bei über 10.000 Dollar. Mehr als eine Versiebenfachung des Preises. Dass das zu weiteren Problemen führt ist logisch. Häufig hat der Inhalt des Containers nicht einmal den Warenwert der Seefrachtkosten.

Die Reder fahren Rekordgewinne ein, weshalb sie keinen Grund sehen den künstlich verknappten Laderaum durch die wieder Inbetriebnahme weiterer Schiffe zu erweitern.

Es ist schön, dass trotz dieser großen Kartelle die Marktwirtschaft noch etwa funktioniert. Einige Speditionen sind bereits dazu über gegangen kleinere Schiffe zu chartern und diese im eigenen Auftrag über die Meere zu schicken. Wir haben auch direkt 100 Container-Plätze gebucht. Wir sind gespannt wie das weitergeht!

Für den Weltmarkt und kleinere Firmen auf beiden Seiten der Erde ist das natürlich fast nur zum Nachteil. Die Politik möchte sich der Thematik die nächsten Jahre nicht annehmen, sodass den Beteiligten nichts anderes bleibt, als sich selbst zu helfen. Eigene Schiffe sind da ein guter erster Schritt.